In 7 Tagen mit dem Fahrrad zur Nordsee

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Urlaub ist Reisezeit! Nach 2014 zur Ostsee und 2015 auf der Ostseeroute Dänemarks ging es dieses Jahr per Fahrrad zur Nordsee.

Wieder einmal bei fast perfektem Fahrradreisewetter fuhren wir zu zweit im August in 7 Tagen (eigentlich waren es 6 1/2 Tage) über ca. 750 km zur Nordsee.

Unsere Unterkünfte haben wir während des Tages gebucht, nachdem wir abschätzen konnten, wie weit wir am Tag kommen werden.

Der Elberadweg hat allerdings aus meiner Sicht einen besseren Ruf als er in Wirklichkeit ist, zumindest in einigen Passagen. Dennoch war es wieder eine tolle Radreise und ist für jeden nur zu empfehlen. Hier zeige ich mal ein paar Bilder von unserer Tour.

Tour: In 7 Tagen mit dem Fahrrad zur Nordsee

Tage 1 & 2: Gera – Leipzig – Delitzsch – Dessau – Magdeburg | 222 km

Tag1: Über den Elster-Radweg nach Leipzig weiter nach Delitzsch.
Unterkunft 1: Land-gut-Hotel Schenkenberger Hof (Delitzsch OT Schenkenberg) – Sehr gut!
Tag 2: Auf nach Magdeburg mit einem Besuch am BAUHAUS DESSAU. Ab Dessau auf dem Elberadweg mit zwei Fährüberfahrten. 20 km vor dem Ziel ein kurzes Unwetter.
Unterkunft 2: Hotel ElbRivera Alt-Prester (Magdeburg OT Alt Prester) – Sehr gut!

Tage 3 & 4: Magdeburg – Havelberg – Hitzacker | 243 km

Tag 3: Weiter auf dem Elberadweg. Zuerst ein bisschen Sightseeing in Magdeburg, danach weiter Richtung Norden nach Havelberg mit zwei Fährüberfahrten. Auf dem Weg liegt das schöne Städtchen Tangermünde. Die Umleitungen könnten aber besser ausgeschildert sein.
Unterkunft 3: Ferienwohnung in der Töpfergasse (Havelberg) – groß, modern & gut!
Tag 4: Erst rechtselbisch nach Wittenberge, dann linkselbisch nach Hitzacker. Zwischendurch ein Sturz. In Hitzacker abends etwas essbares zu finden ist schwer, da meist 20:00 Uhr Küchenschluss ist. Zum Schluss gab es doch noch was Leckeres im „Canaletto“.
Unterkunft 4: Hotel Bürgerstube (Hitzacker)

Tage 5 & 6: Hitzacker – Lauenburg/Elbe – Hamburg – Stade/Bützflethermoor | 159 km + 7,5 km Fährfahrt in Hamburg

Tag 5: Weiterfahrt wäre schön gewesen! Nach 100 m ist mir die Kette gerissen. Gut, dass es in Hitzacker einen Fahrradladen gibt. 2,5h Repararturwartezeit später ging es mit der Fähre auf die andere Elbseite. Normalerweise sollte es schon ins „Alte Land“ gehen. Doch es lief nicht. Gegenwind und eine langweilige Strecke (meine Meinung) führten uns nur bis nach Lauenberg/Elbe. Fazit der Tagestour: Ein gebrauchter Tag!
Doch durch den Tipp einer netten Kellnerin bekamen wir eine tolle Unterkunft und ließen den Tag dann im Restaurant „Schifferbörse“ ausklingen.
Unterkunft 5: Zum alten Schifferhaus / Fährleutehaus (Lauenburg/Elbe) – sehr gut, klein & urig, tolles Frühstück!
Tag 6: Hamburg, wir kommen! Doch gleich zum Start geht es erst einmal einen alten 15%-Kopfsteinpflasteranstieg nach oben und dann einen „naturbelassenen“ Weg mehrere Kilometer durch den Wald. Irgendwann sind wir am Stadtrand von Hamburg und müssen noch ca. 30 km bis zu den Landungsbrücken fahren. Von dort mit der Fähre auf einer kleinen Hafenrundfahrt nach Finkenwerder. Ab jetzt geht es an Obstplantagen vorbei durch das „Alte Land“. Die Schlüssel für die Unterkunft bekommen wir aus dem Keyboy. Heute ist aber Selbstverpflegung angesagt!
Unterkunft 6: Hartlef´s Gasthof (Stade/Bützflethermoor) – Sehr ruhig, Top!

Tag 7: Stade/Bützflethermoor – Cuxhaven | 119 km

Tag 7: Auf zur letzten Etappe! Auf dem Routenplan stehen 85 km. Doch weit gefehlt! Die ausgewiesene Strecke weist Sperrwerke aus, die jedoch freitags nicht geöffnet sind. Doch wer, wie wir, so etwas nicht kennt, fährt erst einmal unbedarft drauf zu und steht dann vor hochgelassenen Brücken. Auch die Fahrradnavis führen nur dorthin, so dass man auf Autonavigation umstellen muss. Das führt zu km-langen Umleitungen und Frust.
Die Etappe ist flach. Viele Schafe begleiten uns heute auf dem Weg. Am späten Nachmittag sind wir am Ziel in Cuxhaven und schauen auf die Nordsee, wo gerade wieder die Flut einsetzt.
Tipp: Im Sommer scheint der Ort ein Hotspot zu sein. Wer kann, sollte rechtzeitig buchen. Wir haben erst beim gefühlten 10ten Versuch ein Quartier gefunden.
Unterkunft 7: Gästehaus Meereswoge / Hotel Seemeile (Cuxhaven/Sahlenburg) – Sehr kleines Zimmer! (ohne Frühstück gebucht)
Am Tag darauf geht es per Bahn zurück in die Heimat. Wermutstropfen: Das Umsteigen in Hannover beschert mir einen dicken Knöchel und ein paar Wochen Zwangspause. 😡

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